Es hat gebrannt

Bei einem Brand entstehen grundsätzlich Schadstoffe. Was für Schadstoffe entstehen ist abhängig von dem Gegenstand, der brennt. Bei der Verbrennung von PVC-Böden entstehen u.a. Salzsäure, Dioxine, Furane und Schwermetalle, bei der Verbrennung von Bettwäsche entsteht Blausäure. Die meisten Schadstoffe sind gasförmig und können somit durch umfangreiche Lüftungsmaßnahmen entfernt werden.


Die Schadstoffe können sich aber auch zusammen mit Russpartikeln in der gesamten Wohnung absetzen und Einrichtungsgegenstände, Kleidung etc. verunreinigen. Nach einem Feuer dauert es ca. 2-3 Stunden, bis sich die Schadstoffe abgesetzt haben. Eine Inkorporation (Einatmen der Russpartikel, Aufnahme der Schadstoffe durch Verschlucken in den Körper) kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Schadstoffe lagern sich zusammen mit dem beim Feuer entstandenen Russ ab und sind so leicht erkennbar!


Ist ihre Wohnung nur indirekt betroffen (Feuer in der Nachbarwohnung), so können sie sich nach einer gründlichen Durchlüftung wieder in Ihrer Wohnung aufhalten.

Wenn ihre Wohnung direkt durch das Feuer betroffen ist, könnten ihnen folgende Ratschläge hilfreich sein:

Halten Sie sich nicht allein in der Brandwohnung auf. Eine Rauchvergiftung (Rauchgasinhalation) kann sich erst nach mehreren Stunden bemerkbar machen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, suchen sie in jedem Fall einen Arzt auf.

Kehren sie erst nach Absprache mit der Feuerwehr oder der Polizei in Ihre Wohnung zurück

sorgen Sie für eine gute Belüftung der Wohnung (mind. 2-3 Stunden)

vermeiden Sie Verschleppung von Russ und anderen Brandrückständen in saubere Bereiche

Benötigen Sie Kleidung oder andere Gegenstände aus Ihrer Wohnung, sind diese vor Gebrauch gründlich zu reinigen

Werfen Sie Nahrungsmittel, die nicht luftdicht verschlossen waren, in den Müll

Informieren Sie baldmöglichst Ihre Versicherung, bei Mietwohnungen den Vermieter oder Hauseigentümer 

Wenn sie ihre Wohnung verlassen, sichern Sie diese gegen unbefugten Zutritt!

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